7 PSYCHOS

7 PSYCHOS

Gandhi liegt falsch!

 

Hört man die Namen, Collin Farrell, Christopher Walken, Sam Rockwell und Woody Harrelson, erwartet man eigentlich schon einen großartigen Film. Wenn man dann noch hört, dass Martin McDonagh neben der Regie auch Produzent und Drehbuchautor von 7 Psychos ist, sind die Erwartungen noch höher.

 

Es ist die zweite Zusammenarbeit zwischen dem irischen Filmemacher und dem irischen Weltstar Collin Farrell. Schon in Brügge sehen und sterben war die Mischung aus schwarzer Komödie, mitsamt vieler genialer Dialoge, und Action etwas, was selten so gut gepaart wurde und den Film zu einer Art Geheimtipp werden ließ.

 

Doch worum geht es in 7 Psychos? Der irische Drehbuchschreiber Marty (Collin Farrell) versucht ein Drehbuch zu schreiben, welches den Namen 7 Psychos trägt. Behilflich dabei ist ihm sein Freund Billy, gespielt von Sam Rockwell (genial!). Billy ist arbeitsloser Schauspieler und verdient seine Kohle indem er zusammen mit seinem älteren Kumpel Hans (Christopher Walken) Hunde entführt. Auf der Jagd nach Geschichten über Psychos, treffen sie zu ihrem Leidwesen auf den Mafiaboss Charlie Costello (Woody Harrelson) und die Realität und das Drehbuch beginnen Stück für Stück miteinander zu verschmelzen.

 

Herzstück des Filmes sind ganz klar die Darsteller, auch wenn Collin Farrell die Hälfte des Films eigentlich nur wie ein Hund guckt, dem man nicht genug zu fressen gegeben hat. Auf Christopher Walken ist wie immer verlass und Sam Rockwell spielt so überzeugend, wie ich ihn vielleicht noch nie gesehen habe. Auch Woody Harrelson fällt nicht ab. Ein Lob muss ich auch an Tom Waits aussprechen, der mir als Psychopath besonders gefallen hat. Da das Herzstück die Darsteller sind, kann ja sonst etwas nicht stimmen. Nein, so weit würde ich nicht gehen, doch etwas hat mich gestört an diesem Film. Das was dem Film abgeht ist eine Art Leichtigkeit. Er fließt nicht. Man hat ein wenig das Gefühl, als ob man gegen etwas anarbeitet. Oft wirkt es als habe der Film Längen und als würde er irgendwie nicht aus dem Knick kommen. Was wirklich Schade ist, denn der Film hält auch wirklich viele gute Gags bereit und richtig tollen, trockenen, britischen Humor.

 

Ein Film, den man sich auf jeden Fall anschauen kann, und wegen den wirklich guten Darstellen auch fast muss, doch irgendwie bleibt ein, auch wenn nur leichter, Beigeschmack. Zusätzlich sollte noch erwähnt werden, wer sehr zart besaitet ist, sollte bei manchen Szenen vielleicht wegschauen.

 

Jan

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