adaption.

ADAPTION.

King Cage und die Orchideen-Frau

 

Es gibt drei Sorten Schauspieler, was ihre Verschmelzung mit Filmen angeht: Es gibt herausragende, wie Daniel Day-Lewis, die es aufgrund ihres bedeckt gehaltenen Privatlebens und einer geringen Anzahl an Filmen schaffen, in einer Rolle vollständig unterzutauchen. Dann gibt es Schauspieler, die gut sind oder gut in ihr Genre passen, aber einfach so bekannt und so oft gesehen sind, dass man schon immer ein wenig im Kopf hat, dass das gerade Brad Pitt auf der Leinwand ist. Die letzte Kategorie gehört Schauspielern, wo man einfach das Gefühl hat, dass sie einfach sie selber sind und in ganz vielen Filmen vorkommen. Der König dieser Kategorie ist Nicolas Cage.

 

Heute präsentiere ich euch einen Film, indem er jedoch wirklich tolle Arbeit leistet. Obwohl man dennoch zu keinem Zeitpunkt vergisst, dass da Nicolas Cage auf der Leinwand sein Bestes versucht. Der Streifen, indem er sich so wacker schlägt heißt Adaptation (zu deutsch Adaption – Der Orchideen-Dieb) und ist einer der verrücktesten, aber auch besten Filme, den ich in letzter Zeit gesehen habe, von dem ich vorher wirklich gar nichts gehört hatte.

 

Geschrieben wurde der Film von Charlie Kaufmann, der auch für das Drehbuch von Being John Malchovich verantwortlich ist. Und genau das ist auch die Story des Films. Kaufmann wird im Film und auch in der Realität dazu beauftragt ein sehr erfolgreiches Buch über Orchideen, zu einem Drehbuch umzuschreiben. Allerdings überkam ihn eine Schreibblockade und so schrieb er ein Drehbuch über das schreiben eines Drehbuchs. Was nun vielleicht öde klingt, ist der absolute Wahnsinn und man verliert häufig mal die Übersicht, ob der Film gerade mit der Realität oder der Fiktion spielt – einfach nur großartig.

 

Die weibliche Hauptrolle bekleidet Meryl Streep, die einfach nur großartig spielt, was aber kein Wunder ist, da sie ganz sicher zu den besten Schauspielerinnen zählt, die auf diesem Planeten wandeln.

 

Der Film ist wie schon erwähnt durchgeknallt, aber auch lustig, spannend und manchmal nervtötend. Mit dem letzten Punkt meine ich, dass man ein paar Szenen einfach durchstehen muss, weil man innerlich gegen sie ankämpfen will, aber das ist auch ein bisschen der Witz des Films. Oder zumindest ein Teil davon. Alles egal, schaut ihn euch an und wer ihn schlecht findet, der soll das auf Facebook schreiben, ich komm dann vorbei und ohrfeige euch.

 

Jan

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