chasing mavericks

CHASING MAVERICKS

Surfer Kid

 

Eigentlich ist es eine absolute Traumvorstellung. Man lebt in Santa Cruz, Kalifornien, relativ nah zum Meer und geht jeden Tag surfen. Ich habe einfach etwas übrig für diese romantische Vorstellung des Lebens direkt am Wasser.

 

Chasing Mavericks (oder wie er im deutschen heißt Mavericks – Lebe deinen Traum) spielt exakt an dieser Stelle. Nein, der Film handelt nicht von der Jagd nach Dirk Nowitzki, sondern von dem Leben des Surfers Jay Moriarity. Der auf einer wahren Geschichte basierende Film zeigt wie der junge Jay seinen Mentor Frosty Hesson (Gerard Butler) trifft und durch ihn die sogenannten Mavericks kennenlernt. Mavericks sind Riesenwellen und gelten als Mythos. Allerdings weiß Frosty, wann und wo die Wellen niedergehen und durch einen Zufall weiß es der 15-jährige Jay (Jonny Weston) nun auch. Da Frosty klar wird, dass er den Jungen nicht aufhalten kann die Welle zu surfen, bringt er ihm lieber selbst bei es zu tun.

 

Der Streifen bringt eigentlich alles mit, was man für sogenannte große Abendunterhaltung braucht. Man hat eine wahre Geschichte, einen jungen unbekannten Darsteller, einen Star, der dem vaterlosen Jungen als väterlicher Mentor dient, eine Liebesgeschichte kommt auch vor und natürlich auch die Thematik des Erwachsenwerdens und den dadurch entstehenden Reibereien mit anderen Halbwüchsigen. Na – wer fühlt sich noch alles an Karate Kid erinnert? Ok, da ging es weniger um Liebe, aber irgendwie hat es mich schon ein bisschen daran erinnert. Also natürlich an das Original von 1984 und nicht diesen Scheiß, in dem der Sohn von Will Smith Kung Fu erlernt. Kung Fu? Zurück zum Thema: davon abgesehen sind die Aufnahmen wirklich toll, ob nun die sehr gut gemachten Surfszenen, die Shots unter Wasser oder einfach nur die Luftaufnahmen des Strands, es kommt wirklich ein gewisses Meer- und Urlaubsgefühl auf.

 

Trotz all dem haben mich auch ein paar Sachen wirklich gestört. Zunächst einmal ist mir die Figur des Jay Moriarity viel zu glatt. Das ist ein 15-jähriger, der immer das richtige sagt, er verhält sich super und ist mir persönlich einfach ein bisschen zu langweilig. Außerdem kann ich das auch so nicht ganz glauben. Und weil nun einmal der Film sich großteils um den jungen Herren dreht, wird einem in dem ganzen Urlaubs- und Surferparadies-Gefühl ein wenig öde.

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein schöner Film ist und man wird aus diesen langweiligen Momenten auch wieder herausgezogen. Wer gerne surft, Mentor-kümmert-sich-um-armen-Jungen-Geschichten oder tolle Aufnahmen guckt, ist mit dem Film an genau der richtigen Stelle. Der Rest kann, muss ihn aber nicht anschauen.

 

Jan

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