iron man 3

IRON MAN 3

Zu Weihnachten gibt‘s nen Osterhasen

 

Schon drei Jahre ist es her, seitdem Tony Stark aka Iron Man über die Kinoleinwände flog und mit markigen Sprüchen und dem krassesten Hightech-Anzug  überhaupt Mickey Rourke als bösen Sowjet-Wissenschaftler und Vogelliebhaber zeigte was eine Harke ist.

 

Nun ist Robert Downey Jr. zurück! Und wie! Die Marvel-Reihe bleibt sich selbst treu und  spinnt an vielen Stellen die Dramaturgie der zwei vorangegangen Teile weiter. Der Cast ist nahezu identische zum vorhergehenden Teil, davon abgesehen, dass die Bösewichte natürlich andere sind.

 

Robert Downey Jr., dem die Rolle des exzentrischen Milliardärs und Tüftler Tony Stark wie auf den Leib geschneidert ist, und der mit seinem losen Mundwerk die Lachmuskeln gut zu strapazieren weiß, läuft wie schon im ersten und zweiten Teil der Trilogie zur Höchstform auf. Er verleiht  der Hauptperson das gewisse Etwas. Und davon lebt der Film! Bei seiner Performance schwankt der Protagonist, zwischen Arroganz, Selbstmitleid, Ironie und der Trotzigkeit eines Fünfjährigen und bringt dabei die bekannten Charaktere aus den Vorgänger-Filmen mehr als nur einmal in Schwierigkeiten: Neben Downey Jr. sind auch wieder Gwyneth Paltrow, die ihre beeindruckenden Bauchmuskeln zur Schau stellen darf, als Pepper Potts und Don Cheadle als Lieutenant James Rhodes mit von der Partie. Zu letzterem möchte ich noch anmerken, dass es wahrscheinlich nur Robert Downey Jr.  in seiner Rolle als Iron Man schafft, einen Schwarzen Elitesoldaten, der eigentlich ziemlich viel Coolness ausstrahlt, doch irgendwie spießig wirken zu lassen.  Auch der restliche Cast – unter anderem spielt Ben Kingsley eine größere Rolle – ist gut besetzt.

 

Marvel-Fans werden sich nicht nur über die zahlreichen Verweise auf die bereits erschienen Iron Man-Teile freuen, sondern auch darüber, dass die Avengers, denen im letzten Jahr ein Kinostreifen gewidmet wurde, berücksichtigt werden und zumindest bei Starks Charakterentwicklung eine Rolle spielen.

 

Natürlich gibt es wie fast immer auch etwas zu bemängeln. Das Setting wirkt teilweise etwas ideenlos, ebenso die Charakterentwicklung des neuen Bösewichts – selbst vor dem Hintergrund, dass es sich eigentlich um einen Comic handelt. Aber immer nur Rache und Vergeltung für nicht erfüllte Wünsche beziehungsweise Enttäuschung durch den Helden…Irgendwie hatten wir das schon. Auch der End-Fight lässt darauf schließen, dass den Schreibern in Hollywood in den letzten Jahren irgendwie die Ideen ausgehen. Viel Ka-Boom, viel verbogenes Blech, viele tote Bösewichte… Wie gesagt: Irgendwie hatten wir das schon.

 

Trotzdem oder auch deswegen ist der (wahrscheinlich) letzte Teil der Iron-Man-Reihe ein MUSS. Fans werden sich den Streifen so oder so anschauen. Alle anderen dürfen zumindest den wohl coolsten Anzug der Filmgeschichte bewundern. Und das ist wirklich so. Cooler geht nicht mehr. Die Gadgets aus den vorherigen Teilen werden locker in den Schatten gestellt. Da ist sogar der Koffer-Anzug aus dem zweiten Teil irgendwie ne olle Kamelle. Unterhaltung ist also garantiert!

 

Zum Schluss sei noch gesagt, dass diejenigen, die noch nie etwas von Iron Man gehört haben, eventuell die ersten Teile vorziehen sollten. Irgendwie logisch bei einer Trilogie. Man isst ja auch nicht die Eiswaffel von unten…

 

Mibo

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