bondspecial

JAMES BOND SPECIAL

Die besten (00)7 Bonds aller Zeiten!

 

Für manche sind die Filme Mittelmaß, für andere ist die Serie längst veraltet. Doch ich liebe die James Bond Filme. Ganz sicher nicht alle von ihnen, aber das kann man der am längsten bestehenden Film-Franchise auch verzeihen. Seit 1962 ist 007 im Dienste ihrer Majestät unterwegs und spioniert, kämpft und legt flach, was dafür nötig ist. Den Mann mit der Lizenz zum Töten gibt es aber schon etwas länger, denn Ian Flemming schrieb das erste Buch schon 1953 – der Titel des Buchs? Casino Royal.

 

Doch was macht die Faszination dieser Figur aus. Für die einen sind es die Gadgets, also explodierende Kugelschreiber, Autos, die unter Wasser fahren können oder Uhren mit Lasern. Für die anderen ist es, dass Bond alles mit Leichtigkeit gelingt. Er muss sich fast nicht anstrengen und gewinnt seine Kämpfe auf seine bestechend lässige Art. Für mich ist es vor allem sein Stil. Ich mag es, dass er ein Held ist, der mit seiner Arroganz spielt und sich nicht aus Tarnung in ein billiges Hotel verfrachten lassen würde.

 

Ich hatte zwar schon fast alle Filme der Reihe gesehen, doch ich begab mich noch einmal auf diese einzigartige Zeitreise. Von den 60ern bis heute. Von Dr. No bis Skyfall. Diese Odyssee gibt mir nun die Möglichkeit euch aus all den Abenteuern rund um die berühmteste Doppelnull der Welt die besten Filme zu benennen. Hier meine absolut objektive Hitliste, denn gegen diese Argumente kann es keine zweite Meinung geben:

 

 

Platz 7: The World is not enough (Die Welt ist nicht genug)

 

Pierce Brosnan als Bond, ein eiskalter Bösewicht, der nichts fühlen kann und Sophie Marceau. Für diese Beschreibung brauch ich nicht mal ein Verb. Zwar ist die Wahl von Denise Richards ein bisschen komisch finde ich, aber man kann ja nicht immer alles richtig machen.

Wieso ist der Streifen in der Hitliste? Hab ich Sophie Marceau gesagt?

 

 

Platz 6: A View to a Kill (Im Angesicht des Todes)

 

Der letzte Film von Roger Moore und der einzige in dieser Liste. Denn ehrlich gesagt, kann ich ihn als Bond-Darsteller nicht leiden. In Leben und sterben lassen spielt er noch einen soliden Geheimagenten, doch Stück für Stück, Film für Film, macht er 007 immer lächerlicher. Das geht so weit, dass die Figur, die sowieso mit nicht so viel Glaubwürdigkeit ausgestattet ist, nur noch eine Karikatur eines Helden ist. Und eigentlich war Roger Moore schon viel zu alt, um noch einmal James Bond zu sein, schließlich musste er von sage und schreibe 18 Stuntmen vertreten werden. Doch das ist alles egal, denn sein Gegenspieler ist Christopher Walken. Definitiv einer der besten Bondgegner, denn wer kann einen verrückten Welteroberer besser verkörpern als er?

Warum hat Roger es dennoch in die Top 7 geschafft? Christopher Walken, Christopher Walken, Christopher Walken, aber auch Grace Jones als übergroßes, schwarzes „Bondgirl“ ist der absolute Hammer. Gute Auswahl der Bösewichte, der Rest ist dann manchmal nicht ganz so wichtig.

 

 

Platz 5: Dr. No (James Bond – 007 jagt Dr. No)

 

Der erste Bond darf in dieser Reihe natürlich nicht fehlen. Sean Connery verkörpert hier James Bond und wird damit für viele der einzig wahre Bond bleiben. Bond-Girl ist die Schweizerin Ursula Andress, die mit ihrer berühmten „Aus-dem-Wasser-steigen-Szene“ und ihrem wirklich knappen Bikini in den 60er-Jahren für einen kleinen Skandal sorgte. Oft wurde sie deswegen, aber auch wegen späterer Aufnahmen im Playboy, auch gerne Ursula Undress genannt.

Warum ist die Jagd auf Dr. No einer der besten Bonds? Weil er den Beginn einer Ära darstellt und weil Joseph Wiseman ein wirklich guter Bösewicht ist.

 

 

Platz 4: Skyfall

 

Dies ist der bisher aktuellste Film der Reihe und auch einer der besten. James Bond kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Und wer zwingt ihn dazu? Javier Bardem! Für mich persönlich der Schauspieler, der einen der gruseligsten Filmgegner aller Zeiten gespielt hat und er glänzt auch in dieser Rolle. Zwar fällt die Story fast ein bisschen unter den Tisch, aber die Unterhaltung, Spannung und Nebenhandlungsstränge ziehen einen so in den Bann, dass es fast niemandem aufgefallen ist.

Was sucht dieser Film hier überhaupt? Erste-Sahne-Bösewicht, ein knallhart guter Bond, viel Geschichte und dann noch dieses gänsehautverpassende Lied von Adele, das nicht umsonst den Oscar bekommen hat.

 

 

Platz 3: Goldeneye

 

Der erste Bond von Pierce Brosnan. Dieser Bond ist vor allem an Wichtigkeit absolut nicht zu unterschätzen. Nach sechs Jahren Pause und dem Fall des Eisernen Vorhangs, war wohl kaum ein Film für den Fortbestand der Serie so wichtig. Und er erfüllte die Erwartungen. Zwar musste sich Brosnan, wie jeder andere Bond nach Connery, für seine Darstellung des Geheimagenten kritisieren lassen, doch Goldeneye gehört definitiv in diese Liste – und zwar nach oben. Was mir besonders gefällt an diesem Bond ist dieser immer wiederkehrende U-Boot-Sound und dass Bond fast durchgehend einen Schalldämpfer an seiner Walther PPK befestigt hat. Beides gibt dem Film einen düsteren Touch und lässt ihn mehr wie den Killer wirken, der er ist.

Warum ist Goldeneye Teil dieser Liste? Toller Song, guter Bond, extrem cooler Bösewicht und die Russen sind trotz Fall des Eisernen Vorhangs irgendwie immer noch der Feind.

 

 

Platz 2: Casino Royal

 

Der erste Bondfilm, indem sich Daniel Craig versuchen durfte. Und was wurde nicht im Vorfeld alles geschrieben und lamentiert. Blond durfte er nicht sein und dann erfuhr man, dass es keine Gadgets geben soll. Da liefen viele Bond-Fans schon steil. Doch dann wurde ein Film produziert, der viele Kritiker verstummen ließ. Die Geschichte des britischen Geheimagenten wird einfach noch mal erzählt und ob er nun blond ist, interessierte nach den ersten Minuten glaube ich kein Schwein mehr. Und zu den Gadgets: Schaut euch einfach mal die ersten Bondfilme an, da gibt es auch keine verrückten, technischen Spielereien (und übrigens auch keinen Q), sondern einfach einen Mann, der weiß, was er tut.

Wieso tummelt sich der Film so weit oben? Er hat Bond an seine Anfänge erinnert und zurück zu den Basics. Ein Mann, der Leute umbringt um sein Ziel zu erreichen und der auf diesem Weg auch die ein oder andere Frau „kennenlernt“. Es war wichtig Bond in die Neuzeit zu bringen und das hat dieser Bond geschafft.

 

 

Platz 1: Goldfinger

 

Der für mich beste Bond aller Zeiten. Auf der einen Seite haben wir Sean Connery in seinem dritten Film als 007 und auf der anderen Seite den besten Bösewicht, dem sich der britische Agent je gegenübersah: Goldfinger. Gespielt wird der Fiesling von Gert Fröbe, den ich ohne rot zu werden als einen der besten deutschen Schauspieler aller Zeiten benennen würde. In und als Goldfinger ist er genial und er ist einer der wenigen Bondgegner, dem man die eiskalte, verrückte Art wirklich bis ins letzte Detail abnimmt.

Warum ist er die Nummer eins? Bester Bösewicht und allein wegen dieser Konversation:

Bond: „Erwarten Sie, dass ich rede?“

Goldfinger: „Nein, Mr. Bond, ich erwarte von Ihnen, dass sie sterben!“

Filmgeschichte!

Dazu ein perfekter Bond-Song von Shirley Bassey, Honor Blackman als Pussy Galore (es geht nichts über die Frauennamen bei James Bond) und Oddjob als bösartigen Gehilfen. Des Weiteren steht der Film im Guinness-Buch der Rekorde, weil er die am schnellsten Geld bringende Kinoproduktion aller Zeiten ist. Das ist kein Grund ihn zur Nummer eins zu machen, zeigt aber, dass er nicht ganz unbeliebt war.

 

Jan

Top