Bildschirmfoto 2016-04-18 um 21.16.47

ME AND EARL AND THE DYING GIRL

Eigener Kosmos

 

Obacht lieber Leser – wenn du eine besondere Liebe für Filme in dir trägst und dazu einen gewissen Prozentsatz an Nerdigkeit mitbringst, solltest du unbedingt weiterlesen. Mit Me and Earl and the dying Girl gibt es heute nämlich wieder einen Tipp für unsere speziellen Filmfreunde da draußen. Eine kleine, feine aber auch stylishe und schräge Verfilmung eines Jugendbuches, die mit viel Herz, Humor und vor allem Kreativität überzeugt. Hier hat sich jemand subtil ausgetobt! Aufgrund der Feel-Good-Stimmung konnten auch schon einige Publikumspreise auf diversen Festivals abgeräumt werden. Die Masse sagt: „GEIL!“ Wir auch?

 

Ort des Geschehens ist das grüne und idyllisch gezeichnete Pittsburgh welches an eine charmante Ostküsten Version von San Francisco erinnert. Greg absolviert sein letztes Jahr an der Highschool und ist eigentlich froh, dass die Schulzeit bald vorbei ist. Seine große Leidenschaft neben dem „mit der Masse schwimmen und nicht auffallen“ sind Filme. Zusammen mit seinem Kumpel Earl dreht er eigens interpretierte Versionen von alten Filmklassikern bis eines Tages … Tja. Mehr wird nicht verraten. Der Film lebt viel von der erzeugten Stimmung. Ironie, Zynismus und eine gewisse Lässigkeit stehen stark im Vordergrund. Auch die unglaubliche Detailverliebtheit, welche sich in hinter Bildern, Dialogen und einigen Überraschungen versteckt sorgt für einige Schmunzler und Lacher. Die Anspielung auf berühmte Zitate dürfen für die Film- und Popkulturfangemeinde natürlich nicht fehlen. (Übrigens empfehle ich aufgrund des teilweise starken Slangs eine Untertitelspur.) Ein weiteres Plus ist die ehrliche, offene Art der Figuren, der Umgang mit Situationskomik, die skurrile und überzeichnete Art der Charaktere (wenn man so etwas mag) und der wirklich frische Umgang mit diversen Kameraeinstellungen.

 

Wie lässt sich Me and Earl and the dying Girl am besten Beschreiben? Ganz einfach: Stellt Euch vor die Filme Be kind RewindScott Pilgrim against the World und Schicksal ist ein mieser Verräter hätten eine Dreierbeziehung und würden ein Kind mit dem Namen „Coming of Age“ zur Welt bringen. Ja, des trifft es ganz gut. Und, noch was, nicht jeder Film muss tief in die Psyche der Protagonisten eindringen und deren Persönlichkeit und Motive millimetergenau zeichnen. Nein, manchmal tut es auch die seichtere Version. Ist schon okay so. Anschauen!

 

Flo

Top