Oz

OZ THE GREAT AND POWERFUL

Mila Kunis wird zum Hulk

 

Fortsetzungen wurden meiner Meinung nach in Hollywood schon zu genüge gedreht. Batman gab sich beispielsweise schon einige Male die Ehre. Auch sein Marvel-Kumpel Spiderman schwang sich im letzten Jahr bereits zum vierten Mal über die Kinoleinwände dieser Welt. Das Pendant zur Fortsetzung ist die Vorgeschichte. In manchen Fällen, wie der Star Wars Reihe klappte dies besonders gut – wobei man kann da durchaus geteilter Meinung sein. Puristen werden mir wahrscheinlich widersprechen. Mir gefallen aber auch die neueren Teile. Ein weiteres durchaus gelungenes Beispiel ist der 3D-Blockbuster Oz the Great and Powerful.

 

L. Frank Baum, der Autor des Zauberers von Oz, hat in seinen 14 Romanen den biografischen Hintergrund des Zauberers nie ausführlicher erklärt. Der Film erläutert, wie sich einige der bekannten Figuren entwickelt haben, woher sie stammen und was sie ausmacht.

 

Vorne weg: hätten die Figuren aus dem Original The Wizard of Oz von 1939 die Effekte von heute gesehen, sie hätten sich wahrscheinlich allesamt vor Begeisterung in die Hosen geschissen. James Franco, der den Zauberer verkörpert, reist auf seinem Weg durch Oz mit Hilfe von Seifenblasen und Heißluftballons durch die absurdesten und buntesten Blumenmeere und Zauberwälder, die man sonst nur im Traum oder auf ziemlich kaputten Drogen erleben kann. Die 3D-Effekte gehören mit zum Besten, was ich bisher im Kino gesehen habe und sind bisweilen ein wahrer Augenöffner. Die Optik erinnert insgesamt stark an Alice im Wunderland mit Johnny Depp.

 

Da wären wir allerdings auch schon beim Wermutstropfen des Films. Ohne 3D-Brille und Kinosessel wird der Film nicht einmal halb so gut wirken, wie er es in einem Filmtheater schafft. Trotz der schauspielerisch ansprechenden Leistungen von James Franco, Mila Kunis, Michelle Williams und Co., wird der Film ohne die Effekte nicht über das Niveau eines besseren Kinderfilms hinaus kommen. Die Story hat insgesamt einfach nicht genug Substanz. Trotzdem gilt es die Leistung der Schauspieler zu würdigen, da der Film komplett vor Greenscreen gedreht wurde.

 

Gilt für den neuen Oz also: Optik hui, der Rest pfui? – Nicht ganz. Man sollte sich den Film eben im Kino angucken und nicht zuhause auf DVD. Dann wird einem Eskapismus in eine fremde Welt vom aller Feinsten geboten. Der Film vermag es außerdem auf sehr schöne Art zu zeigen, dass Magie nicht unbedingt echt sein muss, sondern es nur wichtig ist an sie zu glauben.

 

Mibo

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