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SHORT TERM 12

Wer flüstert, sagt die Wahrheit

 

Ich präsentiere euch heute einen Film, der für dieses Blog gemacht ist. Der Grund, warum wir uns zusammengetan haben und über Filme schreiben wollten und wollen. Es gibt gute Filme, die jeder kennt. Sie führen Hitlisten an, gewinnen Oscars oder sind aufgrund ihrer Darsteller, Sprüche oder Szenen legendär. Doch dann gibt es genau das Gegenteil. Diese kleinen, ruhigen Filme, die kaum Beachtung finden. Diese Art Film, den ihr Menschen empfehlt, die richtig gerne Filme gucken und ihr wisst, dass euer Tipp in guten Händen ist. Dass diese Person euch direkt nach dem Gucken sagen wird, danke, für diesen Film.

 

Short Term 12 ist einer dieser eher unbekannten Filme. Es geht um ein Kinderheim, in dem ganz spezielle Fälle untergebracht werden. Nicht die schlimmsten der Schlimmen, aber doch Härtefälle. Die Leitung hat eine junge Frau, die sehr engagiert ist und gleichzeitig oft wirkt, als hätte sie selbst eine kurze Zündschnur.

 

Der Film lebt von seinen Darstellern angeführt von Brie Larson, die eine tolle Leistung als Kinderheimleiterin abliefert, aber auch all die anderen Beteiligten, speziell die Kinder und Jugendlichen spielen absolut wunderbar und glaubwürdig. Auch die Regie von Destin Daniel Cretton überzeugt, da dem Film nie seine Stimmung genommen wird und er so großartig authentisch wirkt. Dies führt zum Mitfühlen, Mitdenken, Mitleben. Genau, wie ein großartiger Film sein sollte.

 

Klar ist, dass dies kein Feel-Good-Movie ist. Ich glaube nicht, dass jemand diesen Film kurz im Vorbeigehen schaut und dafür wäre er auch viel zu gut. Einmal darauf eingelassen, zieht diese kleine Geschichte von interessanten Menschen, die es nicht so leicht im Leben haben, in den Bann. Deswegen neige ich mich nun zu euch, liebe Leser, und flüstere euch diesen Geheimtipp ins Ohr, in der Hoffnung, dass ihr ihn anguckt und sagt: was ein toller Film, danke, ihr Filmnerds.

 

Jan

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