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SNEAKERS

Marty war nur kurz Pizza holen

 

‚There‘s a war out there, old friend. A world war. And it‘s not about who‘s got the most bullets. It‘s about who controls the information. What we see and hear, how we work, what we think… it‘s all about the information!‘ – Cosmo

 

Diesen Krieg bekommen wir in letzter Zeit hautnah mit. Kein anderes Thema beherrscht die Medien der westlichen Welt in diesen Tag so sehr wie die Spähprogramme PRISM, Tempora sowie die zugehörigen Geheimdienste von NSA und Co.

 

In Sneakers – Die Lautlosen verdienen Martin Bishop (Robert Redford) und sein Team ihr Geld indem sie in Banken einbrechen und deren fehlerhafte Sicherheitssysteme aufdecken. Als zwei NSA-Agenten auftauchen und dem Team einen risikobehafteten Auftrag anbieten müssen Bishop und sein Team, auch aufgrund ihrer nicht wirklich sauberen Weste, wohl oder übel einwilligen…

 

Schon Anfang der 90er-Jahre produzierte Phil Alden Robinson (Band of Brothers, Der Anschlag) einen Film der Codes knacken zum Thema hatte. Einige werden sagen, damit war er seiner Zeit voraus – und irgendwie haben diese Leute auch Recht. Eigentlich ist Sneakers – Die Lautlosen aber eine klassische Einbrecher-Story, für damalige Zeiten neu: im High-Tech-Gewand. Der Film stand quasi Pate für neuere Filme dieser Machart wie Oceans’s Eleven oder The Italian Job.

 

Der Film punktet nicht nur durch seine vereinzelt gesetzten komödiantischen Pointen und die gut durchdachte Story, sondern auch durch seine hervorragende Besetzung. Robert Redford zeigt, dass er mehr kann als Pferden gut zureden, Sidney Poitier gibt den coolen aber stets bedachten Dunkelhäutigen in der Gruppe und Dan Akroyd läuft – auch ohne Geister-zerfetzende Laserkanone – zur Höchstform auf. Ben Kingsley, Mary McDonnell und David Strathairn, der eine wirklich beeindruckende schauspielerische Leistung als Blinder abliefert, komplettieren den wirklich ansehnlichen Cast.

 

Der Film mag in der heutigen Zeit vielleicht etwas veraltet daherkommen, weiß aber auch ohne Gewaltverherrlichung und  große Special-Effects zu unterhalten. Mit seinen über zwei Stunden Spielzeit könnte die Story an einigen Stellen sicherlich etwas knackiger vorangehen, ist jedoch typisch für die damalige Zeit. Sneakers – Die Lautlosen ist für mich ein Film, den ich immer und immer wieder anschauen kann, ohne dass mir langweilig wird. Vielleicht auch ihr…

 

Mibo

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