#86_tranformers

TRANSFORMERS: AGE OF EXTINCTION

Ära des Untergangs

 

Ja, ich habe den deutschen Titel des Films bewusst als Überschrift dieser Review gewählt. Ihr könnt euch mittlerweile vielleicht auch denken warum. Das hier ist keine Kritik, es ist eine Warnung – für eure kostbare Lebenszeit und euren Geldbeutel. Michael Bay hat es tatsächlich geschafft und mit Transformers: Age of Extinction, den bisher mit Abstand schwächsten Film der erfolgreichen Reihe auf die Leinwand gerotzt.

 

Über die Story braucht man nichts zu schreiben – es gibt keine. Der Drehbuchautor Ehren Kruger erzählt praktisch die gleiche Geschichte wie bereits zuvor, (sogar Chicago wird wieder verwendet!) nur dass die Länge mit einem Ausmaß von fast drei Stunden gegen Ende nicht mehr auszuhalten ist. Die ersten drei Teile haben mich im Kino noch unterhalten. Hirn aus, Popcorn raus und staunen wie die Weltmeister – Industrial Light & Magic hat‘s halt einfach drauf. Aber was hier abgeliefert wurde… hatte keine Seele mehr. Der Spirit ist tot. Dieses etwas an „Film“ besteht hauptsächlich aus Metall, welches ohne Sinn und Verstand zerbricht, Menschen, die sich anschreien und etlichen, kitschigen Sonnenuntergängen in Texas, bei denen man vor lauter Fremdscham am liebsten im Strahl durch den Saal kotzen würde. 3D-Kotzstrahl. Die Dialoge und Abziehbild-Schauspieler sind so mies, dass man selbst den nervigen ADHS-Shia Labeouf aus den alten Teilen vermisst. Und wie sieht‘s mit heißen Frauen aus? Megan Fox wurde durch die Barbies aller Barbies ersetzt: Mehr Blond, mehr naiv und mehr Babyface geht nicht. Ganz ganz schlimm. Der Humor der alten Teile geht fast komplett flöten und der Spannungsaufbau ist nicht existent. Und war da nicht irgendwas mit Dinosauriern in den Trailern? Pustekuchen. Ganz am Ende, wenn ihr schon blind seid, dann tauchen sie kurz auf. Für gefühlte sieben Minuten. Ein Witz!

 

Nach vier Filmen gebe ich zu, dass mich Mr. Michael Bay mit Transformers: Age of Extinction schlichtweg zermürbt hat. Ich habe mich ergeben, kurz vor der Ohnmacht der Reizüberflutung. Das hatte schon was von Zuschauerverachtung. Ein einfallsloser, langweiliger, viel zu überladener und vor allem viel zu langer und seelenloser Hollywood-Bullshit-Blockbuster der Extraklasse. Kein Pacing, sinnlose Szenenabläufe und Ortswechsel, Hunderte von kleinen Grabenkämpfen gegen Hunderte Mini- und Zwischenbosse, die einen so Vollstopfen, dass die Vorfreude auf den finalen Kampf am Ende nicht mehr existiert. Michael Bay sitz irgendwo lachend und streckt uns seinen Mittelfinger entgegen. Ganz nach dem Motto: „Mach ich Müll – tu ich Kino“. Bitte boykottiert diesen Abfall. Bis jetzt der enttäuschendste Film des Kinojahres 2014.

 

Flo

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