world war z

WORLD WAR Z

Die Welt rennt

 

Die Frage, wenn man eine Kritik schreibt, ist immer, wo fange ich an. Ich möchte dieses Mal damit einsteigen, dass ich etwas ganz klar vorausschicken muss: Ich bin wirklich kein Zombiefilm-Fan. Nicht, dass es mich so fürchten würde und ich die Spannung nicht ertragen könnte, nein, es ist eigentlich das Gegenteil. Im Normalfall reißt es mich einfach nicht mit. Außerdem finde ich, dass jeder Zombiefilm fast immer dieselbe Handlung hat. Für mich persönlich sind die Streifen über die Untoten die Reggaemusik der Filmbranche. Es gibt zwar hier und da einen Hit, doch grob gesagt gilt – kennst du einen, kennst du alle.

 

Nachdem nun alle Reggae- und Zombiefans ausgestiegen sind, kann ich ja über den neuesten Film des Genres Zombie sprechen – World War Z.  Das genannte Machwerk hat definitiv einiges zu bieten. Ich mag, wie die Zombies aussehen und dass man es mit ihnen nicht vollkommen übertrieben hat. Ich mag auch, dass die Handlung nicht auf ein reines „wir laufen vor den Zombies davon und irgendwie wird sich daraus eine Story entwickeln“-Ding hinausgelaufen ist. Auch wenn es nicht Welten davon entfernt ist.

 

Wo ich schon die Handlung anspreche, kann ich sie fix erklären: Scheiße! Zombies! Warum? Wuuuaahhhh! Lösung? Wuuaahhh! Vielleicht sollten wir reisen! Wuuuuaahhhhhh (und das Ganze wiederholt sich dann ein paar Mal)

 

Brad Pitt spielt solide, was bei ihm immer noch eine gute Leistung ist. Die restlichen Protagonisten sind nicht so bekannt und eigentlich auch nicht so wichtig. Wer sich den Film auf Englisch anschaut, hat allerdings das Highlight Moritz Bleibtreu einmal in anderer Sprache schauspielern zu sehen.

 

Jetzt folgt ein etwas längeres Fazit, denn ich muss einige Einschränkungen vorausschicken.

1. Wer Zombiefilme liebt, wird mit diesem Film bestimmt auch Freude haben, denn er ist spannend und definitiv nicht schlecht gemacht.

2. Wer sich gut in allerlei Filme reinsteigern kann, wird das auch hier tun und die an mancher Stelle etwas flache Handlung links liegen lassen.

3. Wer wie ich tendenziell kein Fan dieses Genres ist, der kann den Film problemlos links liegen lassen und muss kein schlechtes Gewissen haben.

4. 3D ist mal wieder so was von unnötig. Es gibt einen einzigen Moment, in dem es genutzt wird und den fand ich persönlich eher etwas peinlich.

5. Ich glaube man muss ihn nicht im Kino sehen. Man kann ihn sich ruhig daheim als DVD, Blu-ray oder falls ihr ihn auf VHS finden könnt, auch gerne so angucken. Denn die Spannung des Films kommt aus meiner Sicht nicht über die Bildgewalt. Obwohl der Film schon mit ein, zwei gut gemachten Szenen angeben kann.

6. Zusammengefasst: Der Film ist kein Müll, aber ich wäre überrascht, wenn er jemanden umhauen würde.

 

Jan

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